Rover 200




Da gehörte die Marke mit dem Wikingerschiff im Wappen schon geraume Zeit zu BMW, mit der Entwicklung des 200er hatten die Bayern jedoch noch nichts am Hut.

Nicht ganz vier Meter lang ist die Rover-Eigenentwicklung, mit einem Radstand von knapp zweieinhalb Meter und rund 300 Liter Kofferraum. Der kleine Rover könnte etwas variabler sein, denn nur die Lehne der Rückbank ist umklappbar, nicht der komplette Sitz. Schade auch: Kopfstützen im Fond gibt es nur gegen Aufpreis.

Modelle ab Mitte 1996 erfüllen in Qualität, Verarbeitung und Mängelquote die Anforderungen, die man an einen Wagen der kompakten Klasse stellen darf. Bei früheren Modellen klackert es ab und an im Gebälk, auch durchgebrannte Zylinderkopfdichtungen sind bei älteren Modellen schon vorgekommen. Wer einen 200er Rover sucht, hat es nicht einfach, denn zu den Verkaufsschlagern zählte der kleine Brite jenseits des Ärmelkanals nie.

Selten, aber durchaus empfehlenswert ist der 220 SDi mit Turboaufladung. Er holt aus zwei Liter Hubraum 77 kW / 105 PS, hat ein braves Fahrverhalten und kommt mit weniger als sechs Liter Diesel 100 Kilometer weit. Kleiner Wermutstropfen: Der rauhe und wenig kultiviert klingende Motorlauf. Wer es sportlich mag, greift auf den Rover 200 vi mit 1,8 Liter-Motor zurück, der satte 107 kW / 145 PS leistet, der als Topmodell der 200er Baureihe 1997 aus dem Programm genommen wurde.